Hintergrundinformationen zur Erkrankung

Die Frühgeborenenretinopathie oder englisch retinopathy of prematurity (ROP) ist eine Erkrankung, die nur bei Frühgeborenen auftritt. Bei dieser Erkrankung kommt es im Auge zu einem vermehrten Wachstum unerwünschter Blutgefäße der Netzhaut.

Dieses unerwünschte Gefäßwachstum wiederum kann zu einer Beeinträchtigung der Sehkraft führen. Im schlimmsten Fall kann die Frühgeborenenretinopathie zu einer Netzhautablösung und in der Folge sogar zur Erblindung führen.
Ein Grund für das unerwünschte und unkontrollierte Wachstum der Blutgefäße kann der Überschuss an dem Signalmolekül VEGF (aus dem Englischen: vascular endothelial growth factor; vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor) sein. Im Glaskörper, der den hinteren Augenabschnitt darstellt, können bei der Frühgeborenenretinopathie krankhaft erhöhte VEGF-Werte gemessen werden.

In der CARE-ROP Studie soll untersucht werden, ob mit dem Medikament Ranibizumab (Lucentis®), welches das Signalmolekül VEGF hemmt, die Frühgeborenenretinopathie erfolgreich behandelt werden kann.

Bild negativ Beispiel_Makula Central_101_RA

Beispielhafte Darstellung der Frühgeborenen- retinopathie. Man erkennt links im Bild Netzhautanteile ohne ausreichende Gefäßversorgung, rechts im Bild Netzhautanteile mit krankhaft aufgeweiteten und geschlängelten Blutgefäßen. An der Grenze zwischen diesen beiden Netzhautanteilen hat sich eine prominente Leiste mit krankhaften Gefäßwucherungen gebildet.